So sah der Plan im CAD-Programm aus:
Ich wollte ein simples und kompaktes Design haben. Ausserdem sollten
die Füsse einklappbar sein, damit der Tisch platzsparend verstaut
weden kann.
Holz kaufen und zuschneiden
Ich habe mich für Birkemultiplex
in 18mm Dicke entschieden. Zuerst wollte ich ja alles in Buche Leimholz
bauen (es gibt recht günstige Küchenarbeitsplatten), aber als
ich das Holz in diversen Baumärkten gesehen habe... Die nicht mehr
in Plastik eingeschweissten Platten waren oft verzogen und die
Leimfugen waren schon gerissen.
18 mm ist zwar nicht gerade besonders
dick, aber 28,-/qm (bei Hornbach) fand’ ich eh schon reichlich.
Die Funierqualität war nicht besonders gut, aber wenn man
Glück hat, kann man sich die zuzuschneidende Platte selber
aussuchen.
Tipp: Besonders wegen des Unterbaus
zum Spielfeld, sollte man prüfen, dass die Platte wirklich eben
ist. Dazu habe ich bereits zugeschnittenes Holz (so lang wie
möglich; findet sich meistens bei den Abfällen) mit der
Schnittkante (die ja hoffentlich gerade ist) an die Platte gehalten. So
kann man sehen, ob die Platte komplett anliegt.
Probieren geht über studieren
Um nicht das teure Holz zu verhunzen, habe ich ein paar Verbindungen vorher an Restholz ausprobiert. So z.B. die Eckverbindung; und siehe
da: Besser vorher mitdenken: Die Unterlegscheibe steht über und
das Holz am Rand wird deshalb stark gestaucht Was hier nicht zu sehen
ist: Die Ecke ist zusätzlich mit zwei Holzdübeln verbunden.
Desweiteren, habe ich mal den
Forstnerbohrer zum Bohren der Lageröffnungen ausprobiert. Das ging
recht problemlos. Dazu hatte ich einen Bohrständer, aber dazu
später mehr.
Lagerbohrungen in den Seitenwänden
Als erstes habe ich die
Öffnungen für die Gleitlager in den Seitenwänden
gebohrt. Dazu hatte ich einen Bohrständer und einen
Forstnerbohrer. Es gibt ja auch Lochsägeaufsätze für die
Bohrmaschine, aber die sind für die Lageröffnungen zu
ungenau. Einen Lochsägeaufsatz habe ich später für die
Balleinwurf- und –auswurföffnungen verwendet.
Damit die Löcher in beiden
Seitenwänden exakt gegenüber liegen, habe ich sie mit
Schraubzwingen zusammen fixiert und gleichzeitig durchbohrt. Leider ist
der Tisch, wo die Werkstücke auf den Bohrständer aufgelegt
werden, so klein, dass man die großen Seitenwände nur
schlecht händeln kann. Dazu kommt, dass die Bohrungen recht nah am
Rand gebohrt werden müssen, sodass es noch wackeliger wird und die
Bretter exzentrisch auf den Tisch verspannt werden müssen. Leider
sind sie deshalb etwas verkippt und die Bohrungen leicht schräg
geworden. Da hätte ich wohl besser in etwas größere
Schraubzwingen investiert; dann hätte ich zentrisch verklemmen
können.
Es gibt auch „mobile“ Bohrständer, aber der,
den ich mir im Baumarkt meines Vertrauens angesehen habe fand’
ich sehr labberig.
Die Toröffnungen
Oben habe ich mit dem Forstnerbohrer
die Radien geboht und unten mit einem 10er Bohrer zwei Löcher, um
die Stichsäge ansetzen zu können. Die Löcher unten
liegen dann später unterhalb der Spielfläche und sind dann
– hoffentlich – nicht mehr zu sehen. Zur Führung der
Säge habe ich jeweils ein Brett auf die Torwand geschraubt.
Da man ja nicht direkt tangetial aus
den Öffnungen heraus sägen kann, bleibt doch noch einiges an
Material zum weg raspeln. Vieleicht wäre es doch besser die Radien
oben in einem Zug mit der Sticksäge zu sägen.
Der Korpus
Für die Dübel- und
Schraubverbindung zwischen den kurzen Seiten und den Seitenwänden
habe ich ein Set aus Bohrlehre und Pins zum „anmarkern“
verwendet. Damit die Seitenwände auch einigermassen exakt sitzen,
habe ich jeweils Leisten auf die Seitenwände fixiert, damit ich
die kurzen Seiten vernünftig positionieren kann.
Das Spielfeld
Das gekaufte KK-Spielfeld habe ich
vollflächig mit Pattex auf eine 18mm Trägerplatte verklebt.
Die Ecken und die Banden, die später angehoben werden sollen, habe
ich mit Klebeband abgeklebt. Zur besseren Positionierung der Platten
zueinander, habe ich in das Spielfeld Dübel (ein wenig angespitzt)
eingelassen und in die Trägerplatte passende Löcher gebohrt.
Somit gibt es auch kein Verrutschen mehr. Nach dem Aufeinanderlegen bin
ich dann auf den Platten „rummarschiert“, um den
nötigen Druck aufzubringen.
Ecken und Banden anheben
Das hat leider nicht nach Plan
funktioniert und im nachhinein denke ich auch, dass dies der
anspruchvollste Teil des ganzen Projektes war. Ich habe die Ecken und
Banden mit einem Schraubenziehen angehoben und in die Lücken Keile
verklebt. Aber ich war wohl mit dem Schraubenzieher zu ruppig, sodass
besonders die Bandenanhebung zu ungleichmässig geworden ist.
Der Ballauswurf
Der Ballauswurf ist verstellbar,
sodass der Ball sowohl auf der eigenen, als auch auf der
gegenüberliegenden Seite ausgeworfen werden kann. Dies wird recht
simpel über eine Wippe realisiert. Diese wird in der Mitte drehbar
über Holzdübel gelagert und über Magnete in beiden
Positionen fixiert.
Die Öffnungen für den
Ballauswurf habe ich mit einem Lochsägeaufsatz für die
Bohrmaschine gebohrt. Der Aufsatz ist aber sehr ungenau, sodass bei
einem 45mm Aufsatz eine ca. 47mm Bohrung entsteht.
Die Beine
Damit die Beine stabiler werden, habe ich zwei 18mm Leisten mit Ponal miteinader verleimt.
Der Zusammenbau
Ein Fusspaar ist aussen und ein Paar innen am Korpus drehbar verschraubt. Die Ketten sind über Spannschlösser verstellbar, sodass die Grobjustiereung des Tisches damit erfolgen kann.
Die Verstellbaren Füsse sind in Einschlagmuttern eingeschraubt.
Das Ergebnis
Nachdem so Kleinigkeiten wie Stangen, Puppen, Griffe, Torzähler, Ballablage angebracht waren: Endlich fertig!